Baujahr und Modernisierungsstand getrennt betrachten
Fachwissen · Themenarchiv
Restnutzungsdauer in der Immobilienbewertung
Die wirtschaftliche Restnutzungsdauer beschreibt nicht einfach die technische Lebensdauer eines Gebäudes. Sie bildet ab, wie lange die vorhandene Nutzung unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten voraussichtlich noch tragfähig ist.
Fachliche Einordnung
Worum es bei diesem Thema geht
Modernisierungen können die Restnutzungsdauer verlängern, während funktionale Überalterung, erheblicher Instandhaltungsstau oder eine nicht mehr marktgerechte Nutzung sie verkürzen können. Der Ansatz muss zum Bewertungsmodell und zum tatsächlichen Zustand passen.
Für die Bewertung eines konkreten Objekts müssen allgemeine Regeln immer mit der tatsächlichen Objekt- und Marktsituation verbunden werden. Maßgeblich sind der Bewertungsstichtag, die verfügbaren Unterlagen, die Qualität der Marktdaten und die konsistente Anwendung des gewählten Bewertungsmodells.
Auf einen Blick
Worauf es in der Bewertung ankommt
technischen Zustand und wirtschaftliche Nutzbarkeit unterscheiden
Modernisierungen nach Umfang und Zeitpunkt würdigen
Restnutzungsdauer modellkonform in Sach- oder Ertragswert einsetzen
Typische Prüfungsfragen
Welche Fragen muss ein Gutachten beantworten?
- Welche wesentlichen Bauteile wurden modernisiert?
- Ist die Nutzung noch marktgerecht?
- Besteht erheblicher Instandhaltungsstau?
- Passt der Ansatz zu Gesamtnutzungsdauer und Modell?
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