Richtwertgrundstück und Bewertungsgrundstück vergleichen
Fachwissen · Themenarchiv
Grundstück und besondere Risiken
Der Bodenwert hängt nicht allein von Grundstücksgröße und Bodenrichtwert ab. Nutzbarkeit, Zuschnitt, Erschließung, Baurecht und besondere Risiken können erhebliche Abweichungen begründen.
Fachliche Einordnung
Worum es bei diesem Thema geht
Bodenrichtwerte beziehen sich auf ein definiertes Richtwertgrundstück. Das Bewertungsgrundstück muss deshalb hinsichtlich Nutzung, Entwicklungszustand und wertbeeinflussender Merkmale mit dieser Bezugsgröße verglichen werden. Altlasten, Baulasten oder ungünstige Grundstücksmerkmale sind gesondert zu würdigen.
Für die Bewertung eines konkreten Objekts müssen allgemeine Regeln immer mit der tatsächlichen Objekt- und Marktsituation verbunden werden. Maßgeblich sind der Bewertungsstichtag, die verfügbaren Unterlagen, die Qualität der Marktdaten und die konsistente Anwendung des gewählten Bewertungsmodells.
Auf einen Blick
Worauf es in der Bewertung ankommt
Art und Maß der baulichen Nutzung prüfen
Erschließung, Zuschnitt und Topografie berücksichtigen
Altlasten, Baulasten und sonstige Risiken getrennt untersuchen
Typische Prüfungsfragen
Welche Fragen muss ein Gutachten beantworten?
- Ist der Bodenrichtwert unmittelbar übertragbar?
- Welche bauliche Nutzung ist zulässig?
- Bestehen öffentlich-rechtliche oder tatsächliche Einschränkungen?
- Welche Kosten oder Risiken sind noch nicht im Richtwert enthalten?
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