Fachwissen · Themenarchiv

Erbbaurecht in der Immobilienbewertung

Beim Erbbaurecht werden Grundstück und Gebäude wirtschaftlich und rechtlich getrennt. Vertragsinhalt, Erbbauzins, Laufzeit und Heimfallregelungen prägen die Bewertung wesentlich.

FachthemaGrundlagen · Methodik · Praxis

Fachliche Einordnung

Worum es bei diesem Thema geht

Für die Wertermittlung genügt es nicht, den aktuellen Erbbauzins zu kapitalisieren. Zu prüfen sind unter anderem Anpassungsklauseln, Restlaufzeit, Zustimmungsvorbehalte, Entschädigungsregelungen und die Marktgängigkeit des konkreten Erbbaurechts.

Für die Bewertung eines konkreten Objekts müssen allgemeine Regeln immer mit der tatsächlichen Objekt- und Marktsituation verbunden werden. Maßgeblich sind der Bewertungsstichtag, die verfügbaren Unterlagen, die Qualität der Marktdaten und die konsistente Anwendung des gewählten Bewertungsmodells.

Auf einen Blick

Worauf es in der Bewertung ankommt

01

Erbbaurechtsvertrag vollständig auswerten

02

Erbbauzins und Anpassungsmechanismus prüfen

03

Restlaufzeit und Heimfall-/Entschädigungsregeln würdigen

04

Marktdaten und Modell auf Erbbaurecht abstimmen

Typische Prüfungsfragen

Welche Fragen muss ein Gutachten beantworten?

  • Wie lange läuft das Erbbaurecht noch?
  • Wie und wann kann der Erbbauzins angepasst werden?
  • Welche Zustimmungsvorbehalte bestehen?
  • Welche Entschädigung ist bei Vertragsende vorgesehen?

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