geeignete statt nur räumlich nahe Vergleichsfälle auswählen
Fachwissen · Themenarchiv
Vergleichswert und Eigentumswohnung
Das Vergleichswertverfahren orientiert sich an tatsächlich beobachteten Kaufpreisen geeigneter Vergleichsobjekte. Entscheidend ist nicht die Anzahl der Vergleichsfälle, sondern deren sachliche Vergleichbarkeit.
Fachliche Einordnung
Worum es bei diesem Thema geht
Bei Eigentumswohnungen wirken neben Wohnfläche und Lage auch Baujahr, Zustand, Geschoss, Aufzug, Balkon, Stellplatz, Miteigentumsanteile und die wirtschaftliche Situation der Wohnungseigentümergemeinschaft auf den Markt. Abweichungen müssen transparent angepasst oder fachlich eingeordnet werden.
Für die Bewertung eines konkreten Objekts müssen allgemeine Regeln immer mit der tatsächlichen Objekt- und Marktsituation verbunden werden. Maßgeblich sind der Bewertungsstichtag, die verfügbaren Unterlagen, die Qualität der Marktdaten und die konsistente Anwendung des gewählten Bewertungsmodells.
Auf einen Blick
Worauf es in der Bewertung ankommt
Lage-, Größen- und Ausstattungsunterschiede würdigen
WEG-Unterlagen und Sondernutzungsrechte berücksichtigen
Angebotspreise nicht mit beurkundeten Kaufpreisen verwechseln
Typische Prüfungsfragen
Welche Fragen muss ein Gutachten beantworten?
- Sind die Vergleichsobjekte hinsichtlich Lage und Nutzung wirklich vergleichbar?
- Wie wirken Geschoss, Aufzug oder Stellplatz?
- Gibt es beschlossene Maßnahmen oder Sonderumlagen?
- Wie belastbar ist die verfügbare Kaufpreisbasis?
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