Quelle und Bezugszeitraum der Marktdaten dokumentieren
Fachwissen · Themenarchiv
Marktdaten in der Immobilienbewertung
Marktdaten verbinden das Bewertungsmodell mit dem tatsächlichen Grundstücksmarkt. Kaufpreise, Bodenrichtwerte, Liegenschaftszinssätze, Sachwertfaktoren und Vergleichsfaktoren müssen jedoch zum Objekt, Stichtag und verwendeten Modell passen.
Fachliche Einordnung
Worum es bei diesem Thema geht
Ein veröffentlichter Durchschnittswert ist noch kein geeigneter Wertansatz für ein konkretes Grundstück. Region, Teilmarkt, Objektart, Bezugsgröße, Datenjahr und Modellparameter müssen geprüft werden. Gerade bei kleinen Fallzahlen ist die fachliche Einordnung wichtiger als eine scheinbar exakte Zahl.
Für die Bewertung eines konkreten Objekts müssen allgemeine Regeln immer mit der tatsächlichen Objekt- und Marktsituation verbunden werden. Maßgeblich sind der Bewertungsstichtag, die verfügbaren Unterlagen, die Qualität der Marktdaten und die konsistente Anwendung des gewählten Bewertungsmodells.
Auf einen Blick
Worauf es in der Bewertung ankommt
Teilmarkt und Objektart auf Vergleichbarkeit prüfen
Modellparameter konsistent mit der Marktdatenauswertung verwenden
Ausreißer, geringe Fallzahlen und Bandbreiten transparent einordnen
Typische Prüfungsfragen
Welche Fragen muss ein Gutachten beantworten?
- Aus welchem Marktsegment stammt die Kennzahl?
- Zu welchem Stichtag wurde sie abgeleitet?
- Welche Modellannahmen liegen der Veröffentlichung zugrunde?
- Ist die Datenbasis für das konkrete Objekt ausreichend belastbar?
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