Bodenwert und baulichen Sachwert getrennt ableiten
Fachwissen · Themenarchiv
Sachwertverfahren in der Immobilienbewertung
Das Sachwertverfahren verbindet Bodenwert und baulichen Sachwert mit den Verhältnissen des örtlichen Grundstücksmarkts. Baukosten allein ergeben deshalb noch keinen Marktwert.
Fachliche Einordnung
Worum es bei diesem Thema geht
Das Verfahren ist besonders dann relevant, wenn die bauliche Substanz und die typische Eigennutzung das Marktgeschehen prägen oder geeignete Vergleichsdaten nur eingeschränkt vorliegen. Zentral sind Modellkonformität, wirtschaftliche Restnutzungsdauer, Alterswertminderung, Sachwertfaktor und besondere objektspezifische Grundstücksmerkmale.
Für die Bewertung eines konkreten Objekts müssen allgemeine Regeln immer mit der tatsächlichen Objekt- und Marktsituation verbunden werden. Maßgeblich sind der Bewertungsstichtag, die verfügbaren Unterlagen, die Qualität der Marktdaten und die konsistente Anwendung des gewählten Bewertungsmodells.
Auf einen Blick
Worauf es in der Bewertung ankommt
Normalherstellungskosten und Modellparameter konsistent anwenden
wirtschaftliche Restnutzungsdauer fachlich würdigen
Marktanpassung und besondere objektspezifische Merkmale trennen
Typische Prüfungsfragen
Welche Fragen muss ein Gutachten beantworten?
- Welches Sachwertmodell passt zu den verwendeten Marktdaten?
- Ist die angesetzte Restnutzungsdauer plausibel?
- Wie wurde der Sachwertfaktor abgeleitet?
- Welche Besonderheiten sind noch nicht im Modell enthalten?
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